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Infrastruktur · VDI & GPU

Grafikleistung aus dem Serverraum

Virtuelle Arbeitsplätze scheitern selten an der Virtualisierung und fast immer an der Grafik. Sobald CAD, BIM, 3D oder Bildbearbeitung im Spiel sind, entscheidet die GPU darüber, ob eine VDI-Umgebung benutzbar ist oder nur auf dem Papier funktioniert.

Im Überblick

Problem, Leistung, Nutzen — und wie es weitergeht

Damit Sie den Aufwand einschätzen können, bevor wir über Technik sprechen.

Das Problem

Anspruchsvolle Anwendungen sollen zentral bereitgestellt werden, ohne dass Benutzer Einbußen bei Darstellung und Reaktionszeit hinnehmen müssen.

Was wir tun

Wir planen und bauen die Umgebung: Auslegung der Hosts, Auswahl und Aufteilung der Grafikkarten, Anbindung an Speicher und Netz, Profilverwaltung, Anwendungsverteilung und die Zugangsverfahren für die Benutzer.

Was es Ihnen bringt

Rechenleistung wird geteilt statt vervielfacht, Projektdaten bleiben zentral, und ein Arbeitsplatz ist eine Zuweisung statt einer Beschaffung.

Danach: laufende Betreuung

Ja. VDI-Umgebungen sind betreuungsintensiv und gehören zu den Bereichen, in denen laufende Pflege den größten Unterschied macht — Abbilder, Anwendungen, Treiber und Auslastung.

Verfahren

Drei Wege, Grafikleistung bereitzustellen

GPU-Durchreichung

Eine ganze Grafikkarte wird einer virtuellen Maschine fest zugeordnet. Volle Leistung, einfach umzusetzen, aber ein Arbeitsplatz je Karte — geeignet für wenige, sehr anspruchsvolle Plätze.

GPU-Virtualisierung (vGPU)

Eine Karte wird auf mehrere virtuelle Arbeitsplätze aufgeteilt. Deutlich wirtschaftlicher ab einer gewissen Zahl von Plätzen, dafür lizenzpflichtig und in der Auslegung anspruchsvoller.

Gemeinsame Sitzungen

Mehrere Benutzer auf einem System mit geteilter Grafik. Ausreichend für Büroanwendungen und leichtere Fachsoftware, nicht für Konstruktion und Visualisierung.

Auslegung

Woran eine VDI-Umgebung in der Praxis scheitert

Fast nie an der Rechenleistung. Fast immer an einem dieser Punkte — deshalb prüfen wir sie vor der Beschaffung.

  • Lizenzen der Fachanwendung — manche Verfahren funktionieren in virtuellen Umgebungen nicht oder nur mit Zusatzvereinbarung.
  • Grafiklizenzen — vGPU ist bei den meisten Herstellern lizenzpflichtig; das gehört in die Kalkulation.
  • Speichergeschwindigkeit — wenn zwanzig Benutzer gleichzeitig starten, entscheidet der Speicher über die gefühlte Leistung.
  • Übertragungsverfahren — nicht jedes Protokoll überträgt bewegte 3D-Darstellung brauchbar.
  • Verzögerung der Verbindung — kritischer als die Bandbreite, besonders bei präziser Mausarbeit.
  • Profile und Benutzerdaten — schlecht gelöste Profilverwaltung ist die häufigste Ursache für lange Anmeldezeiten.
  • Peripherie — Plotter, 3D-Mäuse, Grafiktabletts und Lizenzstecker brauchen eine geklärte Anbindung.

Leistungen

Was wir dabei übernehmen

Auslegung der Hosts

Prozessor, Arbeitsspeicher, Grafikkarten und Speicher passend zur geplanten Zahl gleichzeitiger Arbeitsplätze.

GPU-Einrichtung

Durchreichung oder Aufteilung, Treiber, Lizenzserver und Prüfung mit Ihren tatsächlichen Anwendungen.

Arbeitsplatzabbilder

Ein gepflegtes Grundabbild statt zwanzig einzeln gewachsener Systeme.

Profilverwaltung

Benutzerdaten und Einstellungen so gelöst, dass die Anmeldung Sekunden dauert und nicht Minuten.

Anwendungsverteilung

Software wird zentral bereitgestellt und aktualisiert, nicht auf jedem Arbeitsplatz einzeln installiert.

Zugangsverfahren

Sicherer Zugriff von außen mit Zwei-Faktor-Absicherung — für Homeoffice, Baustelle und externe Beteiligte.

Leistungsmessung

Vor dem Ausbau wird mit echten Projektdaten gemessen, wie viele Arbeitsplätze ein Host tatsächlich trägt.

Sicherung

Abbilder, Benutzerdaten und Profile werden mitgesichert — auch eine virtuelle Umgebung braucht einen Rückweg.

Dokumentation

Aufbau, Lizenzen, Abhängigkeiten und Wiederanlaufreihenfolge schriftlich festgehalten.

Technischer Kontext

Womit wir dabei arbeiten

  • NVIDIA vGPU
  • MIG
  • GPU-Passthrough
  • Proxmox
  • VMware Horizon
  • KVM
  • Remotedesktopdienste
  • Windows 365
  • Azure Virtual Desktop
  • Profilverwaltung
  • Anwendungsverteilung
  • Thin Clients
  • Leistungsmessung

Häufige Fragen

Fragen, die uns dazu gestellt werden

Ab wie vielen Arbeitsplätzen lohnt sich vGPU?

Eine belastbare Zahl gibt es nicht, weil sie an den Grafiklizenzen und der Anwendungslast hängt. Als Erfahrungswert: Unterhalb von etwa acht bis zehn grafikintensiven Plätzen ist die Durchreichung einzelner Karten oder eine lokale Workstation meist günstiger. Wir rechnen das mit Ihren konkreten Zahlen durch.

Funktioniert unsere CAD-Software in einer VDI-Umgebung?

Das hängt an Anwendung und Lizenzverfahren. Viele gängige CAD- und BIM-Anwendungen laufen mit vGPU gut, andere sind auf lokale Hardware oder einen bestimmten Lizenzmechanismus angewiesen. Wir klären das schriftlich mit dem Hersteller, bevor Hardware beschafft wird.

Ist VDI günstiger als neue Workstations?

In den seltensten Fällen. Hosts, Grafikkarten, Grafiklizenzen, Speicher und Betrieb kosten in Summe meist mehr als eine entsprechende Zahl guter Workstations. Der Nutzen liegt in Datenkontrolle, zentraler Verwaltung, Ortsunabhängigkeit und schneller Bereitstellung. Wenn das für Sie keine Rolle spielt, raten wir davon ab.

Können wir das erst testen?

Das empfehlen wir sogar. Ein Testaufbau mit wenigen Arbeitsplätzen, echten Projektdaten und den Kollegen, die täglich damit arbeiten würden, beantwortet in zwei Wochen mehr Fragen als jede Vorabkalkulation.

Nächster Schritt

Sprechen wir über Ihre Situation.

Ein kostenloses Erstgespräch kostet Sie eine halbe Stunde und bringt Ihnen eine ehrliche Einschätzung — unabhängig davon, ob wir danach zusammenarbeiten.

  • Kostenlos und unverbindlich.
  • Persönlicher Ansprechpartner statt Warteschleife.
  • Vor Ort in Bremen und Umgebung oder per Videogespräch.