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Infrastruktur · Proxmox & VMware

Proxmox oder VMware — und wie man von einem zum anderen kommt

Seit sich die Lizenzbedingungen im Virtualisierungsmarkt verändert haben, prüfen viele Unternehmen ihre Plattform neu. Ein Wechsel ist technisch machbar und in vielen Fällen wirtschaftlich sinnvoll — aber er will geplant sein, nicht überstürzt.

Im Überblick

Problem, Leistung, Nutzen — und wie es weitergeht

Damit Sie den Aufwand einschätzen können, bevor wir über Technik sprechen.

Das Problem

Die Lizenzkosten der bestehenden Virtualisierungsplattform steigen, oder eine neue Umgebung soll aufgebaut werden — und es fehlt eine belastbare Grundlage für die Auswahl.

Was wir tun

Wir bewerten Ihre Umgebung, rechnen beide Plattformen über den geplanten Zeitraum durch und setzen die gewählte Variante um — einschließlich Migration bestehender Systeme.

Was es Ihnen bringt

Häufig deutlich niedrigere laufende Kosten bei gleicher oder besserer Verfügbarkeit — und in jedem Fall eine Entscheidung, die auf Zahlen beruht.

Danach: laufende Betreuung

Ja. Beide Plattformen betreuen wir laufend: Aktualisierungen, Cluster, Speicher, Sicherung und Überwachung.

Vergleich

Was die beiden Plattformen unterscheidet

Beide sind ausgereift und im Produktivbetrieb belastbar. Die Unterschiede liegen weniger in der Technik als in Kosten, Ökosystem und Herstellerfreigaben.

GesichtspunktProxmox VEVMware vSphere
LizenzkostenDeutlich niedriger; Support-Abonnement optional, aber empfohlen.Deutlich höher, insbesondere seit der Umstellung auf Abonnements.
Technische ReifeFür KMU-Umgebungen vollständig ausreichend; Cluster, Live-Migration und Sicherung inbegriffen.Sehr ausgereift, breites Funktionsspektrum für große Umgebungen.
SpeicherZFS und Ceph sind eingebaut — ein deutlicher Vorteil ohne Zusatzkosten.Eigene Speicherlösungen und breite Herstellerunterstützung.
HerstellerfreigabenManche Fachsoftware-Anbieter nennen nur VMware ausdrücklich.Oft die ausdrücklich freigegebene Umgebung bei Fachanwendungen.
Verfügbares WissenWächst schnell; Linux-Kenntnisse sind hilfreich.Sehr weit verbreitet.
SicherungProxmox Backup Server integriert sich unmittelbar.Breite Auswahl an etablierten Sicherungslösungen.
Unsere übliche Empfehlung: Für kleine und mittlere Umgebungen ohne ausdrückliche Herstellervorgabe ist Proxmox in aller Regel die wirtschaftlichere Wahl bei gleichwertiger Verfügbarkeit. Wenn Ihre Fachanwendung ausdrücklich VMware verlangt oder bereits Verträge bestehen, ist es die richtige Entscheidung, dabei zu bleiben. Diese Frage klären wir vor der Planung mit dem Softwarehersteller — nicht danach.

Migration

Wie ein Plattformwechsel abläuft

  1. Bestand und Freigaben klären

    Welche Systeme laufen, welche Abhängigkeiten bestehen und was sagen die Hersteller Ihrer Fachanwendungen zur Zielplattform?

  2. Zielumgebung aufbauen

    Die neue Umgebung entsteht parallel — inklusive Speicher, Netz, Sicherung und Überwachung, bevor irgendetwas umzieht.

  3. Testweise umziehen

    Unkritische Systeme zuerst. Damit wird der Ablauf geprüft und der Zeitbedarf je Maschine gemessen.

  4. Umstellen in Fenstern

    Produktive Systeme wandern in abgestimmten Zeitfenstern. Die alte Umgebung bleibt bestehen, bis der neue Stand bestätigt ist.

Leistungen

Was wir dabei übernehmen

Plattformauswahl

Bewertung anhand Ihrer Anwendungen, Ihres Budgets und der Herstellerfreigaben — mit einer Rechnung über mehrere Jahre.

Aufbau

Installation, Netz- und Speicheranbindung, Clusterbildung, abgesicherte Verwaltung und Benutzerrechte.

Migration

Von VMware nach Proxmox, von physisch nach virtuell oder zwischen Rechenzentren — mit Testlauf und Rückweg.

Speicheranbindung

ZFS, Ceph, iSCSI oder NFS — ausgelegt auf die Last, die tatsächlich anfällt.

Sicherungskonzept

Sicherung ganzer virtueller Maschinen, unveränderliche Ablage und getestete Wiederherstellung.

Betrieb

Aktualisierungen, Zertifikate, Überwachung und Kapazitätsplanung im Rahmen der laufenden Betreuung.

Technischer Kontext

Womit wir dabei arbeiten

  • Proxmox VE
  • Proxmox Backup Server
  • VMware vSphere / ESXi
  • KVM / QEMU
  • ZFS
  • Ceph
  • iSCSI
  • NFS
  • Cluster & Quorum
  • Live-Migration
  • Virtuelle Netzwerke und VLAN-Anbindung
  • GPU-Durchreichung

Häufige Fragen

Fragen, die uns dazu gestellt werden

Ist Proxmox für den Produktivbetrieb geeignet?

Ja. Proxmox VE ist eine ausgereifte Plattform, die in vielen Unternehmen produktiv läuft. Für den geschäftlichen Einsatz empfehlen wir ein Support-Abonnement — nicht nur wegen des Supports, sondern vor allem wegen des stabileren Aktualisierungszweigs.

Was kostet ein Wechsel von VMware zu Proxmox?

Der Aufwand hängt an der Zahl der virtuellen Maschinen, ihrer Größe und den Abhängigkeiten. In kleinen Umgebungen ist es ein Projekt von wenigen Tagen, in größeren mehrere Wochen. Dem stehen die eingesparten Lizenzkosten gegenüber — bei den heutigen Abonnementpreisen rechnet sich der Wechsel häufig innerhalb des ersten Jahres.

Läuft unsere Fachanwendung auch unter Proxmox?

Technisch in aller Regel ja, da die virtuelle Maschine für die Anwendung unverändert bleibt. Die eigentliche Frage ist die Herstellerfreigabe: Manche Anbieter unterstützen ausdrücklich nur bestimmte Plattformen. Das klären wir vor der Entscheidung schriftlich mit dem Hersteller.

Können beide Plattformen parallel laufen?

Ja, und während einer Migration ist das der Normalfall. Auch dauerhaft ist es möglich — etwa wenn eine einzelne Anwendung eine Herstellerfreigabe für VMware benötigt und alles andere auf Proxmox läuft. Der Betreuungsaufwand steigt dadurch allerdings.

Nächster Schritt

Sprechen wir über Ihre Situation.

Ein kostenloses Erstgespräch kostet Sie eine halbe Stunde und bringt Ihnen eine ehrliche Einschätzung — unabhängig davon, ob wir danach zusammenarbeiten.

  • Kostenlos und unverbindlich.
  • Persönlicher Ansprechpartner statt Warteschleife.
  • Vor Ort in Bremen und Umgebung oder per Videogespräch.